Gründerinnen Interview mit Felicia Mutterer und Jasmin Acar vom Straight Magazine

"Ich wollte gerne eigene Ideen umsetzen. Mein Antrieb war und ist definitiv das Herz."
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Jun

Gründerinnen Interview mit Felicia Mutterer und Jasmin Acar vom Straight Magazine: „Mein Antrieb war und ist definitiv das Herz.“

Ein Artikel von Startup Valley News

Felicia Mutterer und Jasmin Acar haben das Magazin STRAIGHT zusammen 2015 gegründet - ein Magazin für Frauen, die Frauen lieben. Nachdem der erste Versuch vor 6 Jahren sogar scheiterte, sind die beiden nun erfolgreich mit dem eigenen Verlag gestartet und bringen somit ihr Magazin auch selbst raus. Die spannende Startup Story der beiden Gründerinnen haben die beiden im Interview geteilt.

Wer noch mehr darüber erfahren möchte, hat auf dem Fempreneur Summit die Möglichkeit noch mehr darüber zu hören. Felicia Mutterer wird in ihrer Keynote "Founding the magazine Straight" noch mehr Learnings und Erfahrungen mit euch teilen.

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!

Felicia: Ich bin Journalistin und war viele schöne Jahre beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nun bin ich mit unserem eigenen Unternehmen Tchakabum im privatwirtschaftlichen Mediengeschäft angekommen. Mit dem bringen wir das STRAIGHT Magazine heraus, das sich an queere Frauen richtet.

Jasmin: Ich bin Bild- und Produktionschefin von STRAIGHT und Komplizin von Felicia. Eigentlich aus dem schönen Köln, jetzt in Berlin zuhause und mit viel Liebe für unsere Vision.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Jasmin: Felicia war der Auslöser, die Ideengeberin. Überzeugend.

Felicia: Ich wollte gerne eigene Ideen umsetzen. Mein Antrieb war und ist definitiv das Herz. Ich habe seit 2006 zum Thema Homosexualität in den Medien recherchiert und bemerkt, dass vor allem in Sachen Sichtbarkeit von queeren, lesbischen Frauen – wie generell von Frauen – was zu tun ist. Nachdem es 2010 beim ersten Versuch noch an der Umsetzung scheiterte, hat es im vergangenen Jahr dann gepasst und wir haben das Magazin mit unserem eigenen Verlag auf den Markt gebracht. Außerdem stimmt einfach das ökonomische Potential: Wir sind überzeugt, dass die rund 4 Millionen frauenliebenden Frauen, als Zielgruppe noch relevanter werden und haben dafür eine Vision.

Was waren bei der Gründung die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Jasmin: Wir finanzieren (leider) noch viel privat. Das hat mit Herzblut zu tun, ist aber gleichzeitig die größte Herausforderung, neben der Strukturierung all der Aufgaben, die über uns herfallen. Wir würden gerne den Spieß umdrehen.

Felicia: Wir kommen kaum hinterher mit den Aufgaben, die anfallen. Auch mit Angeboten, die an uns herangetragen werden. Das ist eine große Herausforderung, hier Prioritäten zu setzen, kurz, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?

Jasmin: Aufregend. Anspruchsvoll, Herausfordernd. Wir wachsen.

Felicia: Es ist schon sehr viele Dinge passiert. Mit unserem Produkt, dem STRAIGHT Magazine, haben wir voll eingeschlagen und sind auf Anhieb das meistgelesene Magazin für frauenliebende Frauen geworden. Aber natürlich kommt mit dem Erfolg auch eine Verpflichtung. Wir sind klein gestartet und müssen nun fest rudern, Strukturen schaffen, um das Unternehmen weiter wachsen zu lassen und um unser Angebot ausbauen zu können.

Worüber sprechen Sie beim Fempreneur Summit?

Hau’ weg das Klischee! Wie STRAIGHT 4 Millionen frauenliebende Frauen aus der Nische zieht.

Wir wir uns über eine gewisse Art von Frustration über die Unsichtbarkeit und die gängigen und wiederkehrenden Klischees frauenliebenden Frauen auf den straighten Weg machten. Die Notwenigkeit bekommen wir wöchentlich gespiegelt. Erst gestern wurde ich von einem potentiellen Geschäftspartner gefragt: Frauen sind doch auch Schwule?

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Felicia: Machen. Herz. Stehvermögen.

Jasmin: Arbeitsstruktur & Organisation sind neben der Vision und den wunderbaren Menschen, die auf dem Weg motivieren, ein Segen.

Wir bedanken uns bei Felicia und Jasmin für das Interview


Diese Artikel ist zuerst bei unserem Partner Startup Valley News erschienen.

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